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Die uralte Geschichte

Krippenspiel
Krippenspiel 2012 "Die uralte Geschichte"

Das hier vorliegende kleine Krippenspiel wurde als Teil eines Theaterprojektes  Bibel- und Passionsspiel "die uralte Geschichte" 2012 aufgeführt, kann aber auch separat gespielt werden. In den Hirten spiegeln sich dabei zentrale altestamentliche Figuren.
Die Mitspielenden sollten mindestens im Grundschulalter sein. Ansonsten ist das Stück für Mitwirkende jeden Alters spielbar. Maria nicht ganz so alt, die Hirten dagegen können auch uralt sein.


13 Mitwirkende,
 bei Doppelbesetzung der Rollen mit 10 Teilnehmern spielbar

1. Maria
2. Josef
3. Bote
4. Wirt  
5. Hirtin Ruth
6. Hirte Noah
7. Hirte Abraham
8. Hirte David
9. Engel
10. Kaspar
12. Balthasar
12.Melchior
13.Sprecher


Nazareth

Lesung:
(Lukas 2, 1) Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
 
Bote des Kaiser:  Befehl des Kaisers Augustus.  Ein jeder Mann  muss sofort in die Stadt seiner Vorfahren gehen und sich in die Steuerliste eintragen lassen. Wer nicht gehorcht, wird mit dem Tode bestraft.
 
Josef: Ich muss bis nach Bethlehem. Der Kaiser hat es befohlen. Es ist ein weiter Weg, ein dorniger Weg, voller Gefahren. Maria, es ist vernünftiger wenn wir uns trennen und du zu Hause bleibst.
Maria: Ach Josef, mein Herz sagt etwas anderes. Ich will mit dir gehen. Es wird sich schon ein Platz finden für unser Kind. Ich weiß, er wird groß sein wie der König David, ein Hirte für sein Volk. Er wird Frieden bringen. Der Engel hat es gesagt. Ich hab keine Angst. Ich fürchte mich nicht. Ich habe Gottes Hilfe in mir. Ja, so will ich ihn nennen: Jesus – Gott hilft.
 
Sie ziehen nach Bethlehem.
 

Bethlehem

Hirtin Ruth: (Ruth 1,19) So gingen die beiden miteinander, bis sie nach Bethlehem kamen. Und als sie nach Bethlehem hineinkamen, regte sich die ganze Stadt über sie auf.
 
Der folgende Text „Tratsch in Bethlehem“ kann aus den Kirchenbänken heraus gesprochen werden, dabei mit dem Finger auf Maria und Josef zeigen.. Evtl. den  Text auf die Mitspieler aufteilen.
 
…Wen schleppt der Josef denn da an  ...
eine Ausländerin …mit Kopftuch … Und hochschwanger
Also die in einem solchen Zustand noch auf eine solche Reise mitzuschleppen.
Mir kommt sowas nicht unters Dach. Wir haben keinen Platz für euch.
 
Maria zu den Leuten: Ach bitte – vielleicht ist es ein Kind Gottes.
 
Wirt tritt dazu: Du hier nix Sozialhilfe, nix unser Geld  ausgeben. Du müssen arbeiten. Da drüben Stall! ausmisten! Ochse füttern! Auf Esel aufpassen!  Nix viele Kinder kriegen und Geld kassieren!  Kapito?
 
Maria und Josef gehen zum Stall

Josef: Das ist alles so fremd. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich in der Stadt der Vorfahren so fremd fühle.
Maria: Gehen wir halt in den Stall zu Ochs und Esel. Vielleicht wird es ja doch noch unser Paradies. Das Kind kommt.
 
Der Vorhang vo dem Stall geht auf, Geburtsszene im Dunkeln.
 
Die Hirten und Weisen

Hirte Noah: Weißt du was David, manchmal denke ich, wir leben doch im Paradies.
Hirte David: Hä, Noah - wie kommst du denn darauf?
Hirte Noah: Dass es uns überhaupt noch gibt. Dass wir hier mitspielen können. Dass da wieder ein grüner Baum steht. Das ist doch ein ganz besonderer Baum (zeigt auf den Christbaum).
Hirte David: Hä – ich seh nur 'ne alte Fichte.
Hirte Noah:( wendet sich zu Hirte Abraham) Abraham, schau doch mal, da sind Sterne dran und Äpfel und kleine Lichter.
Hirte Abraham: Ach Noah, du hast nur zu viel Wein getrunken. Da siehst du so was.
Hirtin Ruth: Meinst du etwa, irgendjemand würde für uns hier den Wald besonders schmücken.
Hirte Abraham:  Aber es stimmt, jetzt sehe ich es auch: Hier hat jemand 'ne Fichte geschmückt.
Hirtin Ruth:  Aber bestimmt nicht für uns.
Hirte Abraham: Es ist doch immer wieder die gleiche, uralte Geschichte. Nur Unheil: Meine Frau ist alt, so gut wie tot und wir haben keine Kinder. (zu Ruth) Ach Ruth, es ist so schwer wenn man keine Hoffnung mehr hat.
Hirtin Ruth:  Ja Abraham, du hast recht. Bethlehem, Haus des Brotes, heißt die Stadt hier. Aber es gibt kein Brot für mich. Ich bin arbeitslos. Ich habe kein Geld und keine Aufgabe. Da ist nichts, was dem Leben Sinn gibt. Aber irgendwie hoffe ich doch noch auf ein Wunder.
Hirte David: Du Glückliche. Ich habe viel zu viel Arbeit. Der kleine David soll hier alles machen, und alle wollen sie was ihm. Ich pack das nicht mehr. Ich bin so leer und ausgebrannt.
Hirte Noah: Und ich bin Noah, der Säufer, Erfinder des Weines und immer am Ertrinken in einer Sintflut -  suchtkrank. Aber hinter der Sucht steckt die Sehnsucht nach wirklichem Leben, nach den bunten Farben des Regenbogens. Wo gibt es das?
Hirte Abraham: Meine Sara ist weg, mit 'nem anderen. Seit der Scheidung bin ich nur noch ein halber Mensch – ich habe alles  vermasselt, und ich bin selber schuld.
Hirtin Ruth: Überschuldet - wer gibt uns noch eine Chance?


Engel erscheint

 
Engel: (Lukas 2,10.11) Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird;  denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
 Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Hirte Abraham: Ich glaub, ich träum  das alles nur. Ein Kind in einer Krippe? Mein Kind, der Heiland?
Hirtin Ruth:  In Bethlehem?
Hirte David: Christus, in meiner Stadt?
 
Sie gehen zum Stall, bringen Licht mit einer Lampe, decken das Kind mit einem Fell zu, geben Maria und Josef ihr Brot.  Dann:

Hirte Abraham: Der Heiland - mein altes Hirtenfell hat ihm das Leben gerettet. Das Kind wäre ja glatt erfroren ohne mein Fell.
Hirte David: Und meine Lampe hat ihm erst Licht gebracht. Die hatten ja noch nicht mal Licht im Stall.
Hirtin Ruth: Und mein letztes Brot. Hast du gesehen, wie Maria mein Brot verschlungen hat? So hungrig war die.
Hirte Noah. Und meine Flasche. Ich habe den Schnaps ausgeschüttet, Wasser  geholt und sie ihnen geschenkt. Die wären ja glatt verdurstet ohne mich.
Alle Hirten jubeln: Wir haben den Heiland gerettet! Wir haben die Welt gerettet!
 
Sprecher:  Und die Hirten verkündeten ihre große Heldentat in ganz Bethlehem, und die es hörten wunderten sich, und ihre Heldentat wurde immer größer. Am Ende hatten sie gar Gott gerettet, der als kleines Kind zur Welt gekommen war. Doch die Freude dieser Heiligen Nacht wich der Ernüchterung noch bevor es hell wurde.
 
Hirtin Ruth: Aber jetzt haben wir selber nichts mehr.
Hirte Noah: Und wir haben das Kind nur für eine Nacht gerettet.
Hirte David: Mit unserer Macht ist nichts getan, wir sind mal wieder verloren.
 
Sprecher: Als sie gerade so wieder in alter Depression versinken wollten, da leuchtet am Himmel ein neuer Stern über der uralten Geschichte. (Stern geht an)

Stern
 
Hirte Abraham: Seht – noch ein Himmelszeichen! Und schaut, da kommen drei Menschen.
Hirte Noah: Aber das sind  ja meine Söhne, Sem, Ham und Japhet.
Hirtin Ruth:  Oder die drei Weisen aus dem Morgenland.

Kaspar: Aus fernem Lande kommen wir und suchen nach Frieden für Mensch und Tier.
Balthasar: Wir erforschen die Atome, Planeten  und Sterne im Weltenall,
blicken in der Zeit zurück bis zum ersten Knall.
Wir wollen die Erscheinungen verstehen
und sind bereit, dafür auch weite Wege zu gehen.
 Melchior: Ein neuer Stern hat uns hier hergebracht,
doch nun stehen wir  hier in finsterer Nacht.
Wir wollten wissen, was die Welt
im Innersten zusammenhält.
Kaspar: Wir spüren, wir sind kurz davor das Geheimnis zu verstehen
und müssen nur noch zwei, drei Schritte gehen.
Balthasar: Und laufen doch seit Stunden nur im Kreise.
Melchior:  Wir wissen nichts, wir große Weise.
 
Hirte Abraham: Geht mal darüber, wir haben dort schon vor Stunden
in einem Stall etwas gefunden
 
Weise gehen zum Stall:
 
Kaspar: Das Weltenall in einem Stall?
Balthasar: Die größte Macht in so was Kleinem?
Melchior: Ach, wer hätte das gedacht:
Liebe – die größte Himmelsmacht.

 
Gemeinsam: So segnen wir nun dieses Kind und alle, die seine Jünger sind.
 
Kaspar: (Die Sprüche Salomos, Kapitel 2,10-11)  Weisheit wird in dein Herz eingehen.
Balthasar:  Erkenntnis wird deiner Seele lieblich sein.
Melchior:  Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten.
 
Lesung: (Lukas 2, 51.52) Und Maria, seine Mutter, behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und bei den Menschen
 
Schlussbild,  Krippe in der Mitte mit Maria und Josef. Die Hirten sind links, die Weisen rechts, die Cherubim umrahmen die Szene  
 
Sprecher:  eine neue Geschichte beginnt in dieser Heiligen Nacht. Heute daran mitgewirkt haben .....


© Helmut G. Müller  

Die Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon werden erworben  durch eine Rückmeldung mit Angabe des Spielortes.  
9 Kommentare


Schebitz
2016-11-11 14:35:45
Sehr geehrter Herr Müller
dieses Krippenspiel ist für die Krippenfeier 2016 in der engeresn Auswahl
Danke
Viele Grüße
Anne Geiger
2016-10-24 17:31:53
Dieses Krippenspiel ist in der engeren Auswahl für den diesjährigen Heiligen Abend in Wolfenbüttel.Danke!
Nicole Rietzschel
2016-08-31 13:48:54
Wir werden zu Weihnachten dieses Spiel in der Kirchgemeinde Leisnig (Sachsen) aufführen. Vielen Dank! Nicole Rietzschel
Agatha Bacchi
2016-08-30 07:56:38
Wir werden das Stück am 24.12.2017 in Flüelen mit Schüler/innen der 3. und 4. Klasse aufführen.
Sabine Grimm
2015-08-23 21:59:52
Hallo wir würden das Krippenspiel eventuell zu Weihnachten in Oberlungwitz/sachsen aufführen. Ist aber noch nicht sicher. LG sabine Grimm
Yvonne Bergmann
2014-12-04 20:04:44
Afführungsort 37127 Barlissen Jühnde am 24.12.2014 um 18.30 Uhr
Stefanie Hoppe
2014-11-18 17:20:50
Sehr geehrter Herr Müller,
auch ich würde gern Ihr Stück mit meinen Konfirmanden aufführen. 24.12.14 16.00 Uhr Bergholzer Kirche, Bergholz-Rehbrücke.
Mit besten Grüßen
Stefanie Hoppe
2014-11-15 13:29:16
Sehr geehrter Herr Müller,

lange habe ich nach einem geeigneten Krippenspieltext gesucht und endlich den hier gefunden. Habe 12 Teilnehmer verschiedenen Alters, die aber nichts modernes spielen wollen. Würde gerne Ihren Text als Grundlage nehmen. Aufführung ist am 24.12.2014 in der Kirche in Braunsdorf Kreis Greiz.
Mit freundlichen Grüßen,Madlen Leucht
Anja Hartmann
2014-10-24 10:00:58
Sehr geehrter Herr Müller,
wir möchten Teile Ihres Krippenspieles in unserer Christvesper verwenden. Sind Sie damit einverstanden?

Mit freundlichen Grüßen
Anja Hartmann
 
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