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Geteilter Mantel, geteiltes Brot

Krippenspiel > Geschichten und anderes


Geteilter Mantel, geteiltes Brot

Dort oben leuchten die Sterne, und unten leuchten wir

 

St. Martinsspiel 2015

 

Ein Spiel an drei Stationen

(1.  Marktplatz, 2. Tor oder Grenze, 3. Kirche/Bürgerhaus/Stadthalle)

 

9 Textrollen, mindestens 5 Mitwirkende

 

1.     Erzähler

2.     St. Martin

3.     Marktschreier 

4.     Bettelkind

5.     Hauptmann und evtl. weitere Soldaten

 

6.     Dickes Quengelkind  (kann auch vom Hauptmann gespielt werden)

7.     Mama (kann auch von Erzähler übernommen werden)

8.     Oma (kann auch von Erzähler übernommen  werden)

9.     Papa (kann auch von Erzähler übernommen werden)

 

Vorspiel

 

Zunächst mit allen einmal ansingen: (Verse evtl. auf Plakatkarton hochhalten, sodass größere Kinder und Erwachsene den Text lesen und mitsingen können)

 

Erzähler: Ihr Kinder hört und seht die Geschichte,

die heute geschieht, die vor langer Zeit geschah.

Wie Frieden wurde für fern und nah.

Wie Martin Brot und Mantel gab,

und er empfing dafür den Bischofsstab.

An drei Stationen wollen wir es sehen,

und mit den Laternen dahin gehen.

Dazu noch Martinslieder singen,

so lasst es nun ganz laut erklingen:

 

 

 

Lied:(die Lieder werden auf Plakatkarton hochgehalten)

1. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne, und unten leuchten wir.

Mein Licht ist an, ich geh voran, Rabimmel, rabammel, rabum.

 

2. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Mein Licht ist schön, könnt ihr es sehn? Rabimmel, rabammel, rabumm.

 

3. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Wie schön das klingt, wenn jeder singt! Rabimmel, rabammel, rabumm.

 

Erzähler: Hier ist die erste Station: Martin teilt das Brot,

hilft einen Kind aus Hungersnot

 

1.     Szene: (Marktplatz) geteiltes Brot

 

Wagen mit Marktstand wird hereingezogen

 

Marktschreier: (hält einen Weckmann hoch) Weck, Weck , die allerbesten Weck.

Weckmänner kauft, für einen Euro oder zwei,

und dann bist du hier mit dabei.

Hast du einen Euro, dann gehörst du hier dazu.

Hast du keinen, dann lass mich doch in Ruh.

 

Dickes Quengelkind: Mama, Mama, weck, weck weck, Mama, Oma, Papa, will einen Weck.

Mama: Bezahlt einen Euro: (Erzähler: und die Mama sagt:) ja mein Kind hier hast du einen Weck

Oma: bezahlt einen Euro: (Erzähler: und die Oma sagt:) Hier hast du noch  nen Weck von mir,

der gehört jetzt ganz alleine dir.

Papa: (Erzähler: und der Papa sagt:)  So einen Weck auch von mir hier noch dazu,

dann hab ich vor dem Gequengel endlich Ruh. 

 

Dickes Kind verspeist drei Weckmänner.

 

Bettelkind:  Ganz freundlich will ich auch mal fragen:

Kann ich ein Stückchen Brot von euch haben.

Hab so einen Hunger und nichts zu essen.

Habt ihr mich denn ganz vergessen?

Marktschreier: Weck, weck, mit dir hat‘s keinen Zweck!

Verschwinde! weck, weck, weck!

 

Marktschreier:  Sobald der Euro im Kasten klingt,

meine Seele hier vor Freude springt.

Ja Leute, es ist nur das Geld,

was uns hier zusammenhält.

 

St. Martin tritt auf, deutet zum Bettelkind: Nein, das kann doch wohl nicht sein.

Auch das ist doch ein Himmelskind.

Ich teile meinen Weckmann mit ihm geschwind,

So merkt euch: teilst du mit einem anderen, ja dann

wird aus dem Weck- ein Martinsmann.

Und mit dieser heiligen Handlung

geschieht hier eine große Wandlung.

Kommt lasst uns miteinander gehen,

um das Wunder anzusehen.

 

Der Zug setzt sich in Bewegung, Martin reitet voran bis zur 2. Station (Tor einer Stadt oder eine andere Grenze)

 

2  Szene: (am Tor/Grenzstation) der geteilte Mantel

 

Erzähler:  Manche Menschen bringen nur Schmerz,

Martin aber öffnet sein Herz

Hier ist die 2. Station: Martin hilft einem Bettler in größter Not

Teilt den Mantel. Rettet ein Kind vor dem sicheren Tod.

 

4. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Der Martinsmann, der zieht voran. Rabimmel, rabammel, rabumm.

 

5. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Ein Lichtermeer zu Martins Ehr! Rabimmel, rabammel, rabumm.

 

 6. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Laternenlicht, verlösch mir nicht. Rabimmel, rabammel, rabumm

 

Hauptmann brüllt:  Ruhe! Da kommen schon wieder welche. Schon seit Tagen ziehen sie hier durch die Straßen mit Rabammmel und Rabimmel.

Wir brauchen Soldaten, die unsere Grenzen schützen vor diesem Gewimmel.

Wir brauchen Kämpfer, die dieses Pack vertreiben - jetzt und gleich -

und die zusammenhalten unser Reich.

Martinus, du trägst schon den Mantel der Macht.

Nimm das Schwert noch dazu - so wird das Volk zusammengebracht (macht eine Kampfbewegung mit dem Schwert).

 

Martin bekommt das Schwert überreicht und hält es hoch.

 

Hauptmann: Martin, beschütze uns vor allen Gefahren,

und vertreibe das Lumpenpack, diese Barbaren.

 

Bettelkind kommt mit einer selbstgebastelten schon halb zerfetzten Laterne: Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir,

da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.

Mein Licht ist an, bin hinten drann, rabimmel, rabammel , ra…

 

Hauptmann: (schnell dazwischen und laut) Bumm, bumm, bumm,

Ich schieß dich um. (Bläst die Laterne aus und zertritt sie)

Hauptmann: Dein Licht ist aus,

mach dich nach Haus

rabimmel , rabammel, ra BUMM, BUMM, BUMM

Kind verschwindet

Hauptmann: Martin, lass dich nicht von ihnen rühren.

Im Winter werden sie erfrieren.

Martin, bleib hart, zeig‘ keine Gefühle,

sonst sind es bald hier viel zu viele.

 

Hauptmann geht ab, Martin etwas zur Seite, blickt nachdenklich auf sein Schwert und lässt es langsam sinken. Das Bettelkind kommt zurück und setzt sich an einer erhöhten Stelle auf den Platz.

 

Bettelkind: (pustet einen Käfer weg, singt)

Flieg Käfer flieg,

dein Vater starb im Krieg,

deine Mutter ist in Nimmerland,

Nimmerland ist abgebrannt,

Flieg Käfer, flieg.

Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne

Mein Licht ist aus,

hab kein Zuhaus,

vertrieben, erschossen, bum, bum, bum.

 

Martin kommt

 

Martin: Da sitzt ja noch das Bettelkind,

in dunkler Nacht, bei kaltem Wind

 

Bettelkind:  So hilf mir doch, du lieber Mann, du guter Reiter,

Ich hungere und friere und weiß nicht weiter.

Ach wie groß ist meine Not.

Hilf mir doch, sonst bin ich tot.

 

Hauptmann kommt zurück und sieht die Szene: Martin, lass dich nicht von ihm rühren.

Heute Nacht schon wird er hier erfrieren.

Martin, bleib hart, zeig‘ keine Gefühle,

sonst sind es bald hier viel zu viele.

 

Martin singt: Da oben leuchten die Sterne,

hier unten leuchten wir …

Ich bringe das Licht des Himmels herunter zur Erde, in diese dunkle, finstere Nacht.

Ich teile mit dem Bettler den Mantel der Macht.

Ich fühle, sehe, ahn es schon,

auch dieser Bettler da ist Gottes Sohn.

Gott will unser Leben teilen.

Er will unsere Wunden heilen.

Ich teile den Mantel,

ich teile das Brot,

und helfe so aus mancher Not.

 

(Er teilt langsam und weit sichtbar mit dem Schwert den Mantel und gibt eine Hälfte dem Bettelkind. Das Bettelkind mit dem halben Mantel bekommt noch eine neue Laterne geschenkt und wird in den Zug der Kinder integriert. St. Martin steigt auf das Pferd, der Zug setzt sich in Bewegung)

 

Liedvers zu den hochgehaltenen Laternen:

6. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Ein Lichtermeer zu Martins Ehr! St. Martin wir folgen dir.

 

3. Station (Kirche/Stadthalle)  Bischofswahl

 

Erzähler: Willkommen zur 3. Station  im Haus des Herrn,

lasst eure Lichter nun leuchten für nah und fern.

Dass alle die guten Werke sehen,

und Martin folgen und mit ihm gehen.

 

(die Kinder halten ihre leuchtenden Laternen hoch, evtl. dazu noch mal auffordern, die Laternen bewundern, dann Lied)

 

 

7. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Ich trag mein Licht, ich fürcht mich nicht. St. Martin wir folgen dir.

 

8. St. Martin hat Erbarmen und sieht des Bettlers Not.

Er lehrt uns auch zu teilen, wie Gott es uns gebot.

So zieh voran, du Martinsmann, St. Martin wir folgen dir.

 

9. Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Dort oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir.

Ist mein Licht aus, geh ich nach Haus. Dann komm' ich zur Himmelstür.

 

Erzähler: In Tours und auch in anderen Städten,

braucht man einen, um ihn als Bischof einzusetzen.

Ein Bischof soll ein Vorbild sein,

für das ganze Volk, für Groß und Klein.

Er soll nicht zum Glauben zwingen,

aber Licht und Hoffnung zu den Menschen bringen.

Wer soll heute Kirche und Land regieren,

das Volk in gute Zukunft führen?

 

(Hauptmann tritt vor)

Hauptmann: Wollt ihr einen Hauptmann, stark und mächtig,

wenn es sein muss auch mal niederträchtig?

 

(Marktschreier tritt vor)

Marktschreier: Wollt ihr einen Händler mit viel Geld,

damit Gold und Silber die Welt zusammenhält?

 

Bettelkind: Oder wollt ihr den Martin, der Brot und Mantel teilt,

und die Wunden der Armen heilt?

 

Alle singen/rufen: St. Martin, St. Martin

St. Martin, das ist unser Mann,

der uns wirklich helfen kann.

 

Martin: Bin ich wirklich euer Mann?

Hab‘ doch  das Selbstverständliche nur getan.

Ach, ich glaube, Amt und Würde,

ist mir eine viel zu schwere Bürde.

Bischof? Soll ich das wirklich sein?

Ich verstecke mich lieber und mach' mich klein.

 

Erzähler: So versteckte sich Martin in einem Gänsestall.

Da zwitscherten die Gänse mit lautem Hall.

 

Alle mit Gänsegezwitscher: St. Martin, St. Martin

St. Martin, das ist unser Mann,

der uns wirklich helfen kann.

 

Erzähler: Martin ließ sich taufen, wurde Christ,

als Zeichen,  dass jeder Mensch aus Wasser ist,

und zugleich des Himmels Kind.

Ja, dass wir alle hier Geschwister sind.

 

(Taufszene wir angespielt: Martin geht zum Taufbecken. Der Bettler mit dem halben Mantel des Martin tauft ihn)

 

Erzähler: Er wurde Bischof, brachte für Europa großen Wandel.

Er zeigt: was uns zusammenhält, ist der geteilte Mantel.

 

(Martin bekommt Bischofsmantel, Mütze und Bischofsstab)

 

Erzähler: So teilt auch ihr das Leben, teilt das Brot, und dann,

macht aus dem Weck- den Martinsmann.

 

(Martin teilt den Martinsmann und gibt ihn einem Kind in der ersten Reihe, geht dann zum Ausgang mit dem Bettler zum Austeilen der Martinsmänner)

 

 

Nachwort des Erzählers: So bleibt noch hier esst, trinkt, kommuniziert.

St. Martin hat euch hergeführt.

Geld für die Armen werft in unseren Klingelbeutel rein,

heute soll es für die Flüchtlingshilfe sein.

Und auf allen euren Wegen,

begleite euch dann Gottes Segen.

Gott segne die Kinder, die Herren und die Damen.

Und wer dem zustimmt sage jetzt (Schild „Amen“ wird hoch gehalten)Amen.



Die Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon werden erworben  durch eine Rückmeldung mit Angabe des Spielortes und der Zeit der Aufführung.

1 Kommentar


Pastor MNartrin Kumlehn
2015-10-13 17:20:44
Lieber Herrv Müller,
das Stück ist sehr schön und passt zu unserer Kirche wie die Faust auf's Auge, weil wir das mit den drei Stationen gut machen können.
Außerdem spielen wir es mit einem echten Pferd (pony) in der Kirche!!
Vielen Dank für die Möglichkeit das Stück aufführen zu dürfen.
Aufführung: Kirche Buchholz, 11.11.15 17:00 Uhr
Kirchentsr. 7, 18059 Ziesendorf
Viele Grüße
Pastor Kumlehn
 
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