Ein Kind in eine Jeansjacke gewickelt - buchen-kirche.eu

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Ein Kind in eine Jeansjacke gewickelt

Krippenspiel

Ein Kind in eine Jeansjacke gewickelt!
(Ein Krippenspiel ganz „ohne Kostüme“ und mit zwei Geburten an einem Abend)
Justin Reuling/Christoph Goy

Ein Krippenspiel für  6 - 10 Jugendliche ab 14 Jahren

SPIELLEITER (Christian)
JOSEF (Justin)-
MARIA (Martina)-
HIRTE 1 (Annika)-
HIRTE 2 ( Tim)-
ENGEL – (Alle)
KASPAR (Konrad)
MELCHIOR (Markus)
BALTASAR (Betty)
WIRT 1
WIRT 2

(Doppelbesetzung der Wirte, Hirten, Weise möglich)

Der PFARRER als Pfarrer.

 

Lied EG 13, 1-3

Alle in Kostümen, ein paar sitzen am Rand. Maria und Josef auf der Bühne

Maria: Ich hab ihn vom ersten Augenblick an geliebt. Die erste Begegnung war wie ein helles Licht. Er schien mir wie ein Engel. So etwas haut einen einfach um- wenn man plötzlich vor ihm steht und weiß: Mit ihm würde man ohne zu Zögern auf Weltreise gehen. Quer durch Judäa – irgendwo hin- vielleicht bis nach Ägypten- oder noch weiter…

Josef: Sie schien so weit fort, als wir uns wieder sahen. Es war als blickte sie an mir vorbei. Mein Gott- wie liebte ich diese Frau- ja ich tue es immer noch. Obwohl sie mir sagte- sie wäre schwanger- und das Kind wäre nicht von mir. Ein Engel? Sie hatte schon immer den Hang zum Dramatischen.- aber Sie liebte mich noch immer. Und ich wusste nicht genau was ich tun sollte.

Alle: Josef. Maria entscheidet sich für dich- nur das zählt. Schau wie sie vor dir steht: verzweifelt und zerbrechlich.

Josef: Aber in mir drin ist auch etwas zerbrochen. Ich bin verletzt. Das Kind ist nicht von mir!

Alle: Das weiß Maria auch, Josef- und trotzdem kam sie zu dir- weil sie dich liebt! Sie könnte überall glücklich werden- nur nirgends ohne dich!

Josef: Ich könnte überall glücklich werden- nur nirgends ohne sie!

Alle: Du siehst, Josef. Du liebst sie doch noch immer.

Josef: Und das Kind? Wie kann ich ihm ein Vater sein?

Alle: Du wirst deinen Sohn Jesus nennen- das heißt „Gott hilft“. Du wirst ihn in deinen Armen wiegen- ihn anschauen- und du wirst überall glücklich werden –nur nirgends ohne ihn!


Josef wirft den Stab hin, … wird zu Justin

Justin: Ach, das ist doch alles Scheiße. Wer denkt sich denn so einen Text aus. Du wirst überall glücklich werden- nur nirgends ohne das Kind.

Annika: Justin!?
Tim: Was ist denn mit dem los?
Martina: Der ist doch schon die ganze Zeit so komisch.
Christian: Ist mir noch gar nicht aufgefallen. Er ist doch so ein guter Schauspieler- und in seiner Familie ist doch auch alles in Ordnung, oder nicht?
Betty: Außer bei den Geißens ist doch in keiner Familie alles in Ordnung.
Christian: Naja, ihr wisst doch was ich meine.
Annika: Das könnte wohl an seinem neuen Geschwisterkind liegen.
Konrad: Hä, was für ein neues Geschwisterkind?
Annika: Naja, das was demnächst zur Welt kommen soll.
Markus: Was? Die Mutter von Justin ist nochmal schwanger?
Tim: Hast du seine Mutter mal neulich gesehen?
Betty (ironisch): Weißt du, die ist nur n bisschen dick geworden.
Markus: Ja, ist ja gut. Habs verstanden. Und was kümmert Justin das?
Christian: Ja aber das ist doch schön.
Martina: Ja, find ich auch. Ich hab mir auch immer ein Geschwisterchen gewünscht- aber meine Eltern wollten nicht.
Tim: Naja mit dir als Tochter, würde ich auch nicht noch ein zweites wollen.
Martina: Arschloch!
Christian: Hey Leute- macht mal halblang. Beleidigungen helfen hier nicht weiter. In zwei Wochen ist Heilig Abend, da muss das Krippenspiel fertig sein. Kann bitte einer von euch mal den Justin wieder holen?
(Annika geht)
Betty: War ja wohl klar.
Konrad: Warum denn?
Betty: Weil Annika die Justinitis hat. Ganz schwere Krankheit.
Konrad: Ist die ansteckend?

Christian (für sich):
Aber natürlich. Das ist das berühmte Einzelkind-Problem. Justin fühlt sich wie der König- bis der kleine Mann kommt und ihn vom Thron schubst. Anstatt dass er sich freut- und das auch noch kurz vor Weihnachten…

Gemeindelied: EG 39, 1-5


(Annika kommt mit Justin an der Hand rein)
Christian: na, da seid ihr ja wieder. Habt ihr eigentlich schon mal daheim gefragt, wessen Eltern die Kostüme am 24.12. vom Gemeindehaus zur Kirche fahren könnten? Wir haben vormittags noch eine Probe im Gemeindehaus… und ihr wisst, dass ich kein Auto habe.
Justin: Das macht mein Papa. Hat er schon zu gesagt.
Christian: Toll, Justin. Seht ihr. Der Justin der kümmert sich doch toll um die Gruppe. Sag deinem Papa schon mal Danke von uns allen. … und jetzt proben wir einfach weiter. Wo waren wir?
Betty: „Wir könnten überall glücklich werden- nur nirgends ohne Justin!“
Christian: Betty! Jetzt reicht`s. Geht auf eure Positionen.

Josef: Maria, wir müssen nach Bethlehem reisen. Du weißt: die Volkszählung! Meine Vorfahren kommen von dort und Kaiser Augustus hat befohlen, dass wir uns dort einfinden müssen.

Maria: Solch ein beschwerlicher Weg hochschwanger…

Josef: Du bist ja nicht allein. Hoffen wir nur, dass wir in Bethlehem eine Unterkunft finden werden. Ganz Judäa ist auf den Beinen wegen dieser sinnlosen Zählung.

Maria: Was bringt es dem Kaiser zu wissen, wie viele wir sind? Wegen einem Kaiser machen sich tausende auf den beschwerlichen Weg. Als ob er irgendein Heiliger wäre.

Josef: Es ist gefährlich so zu denken, Maria. Versprich mir, dass du so nur mit mir redest. Die Politik des Kaiser darf niemals hinterfragt werden.

Maria: Wir sind keine Schafe, die nur ein „Danke“ blöken. Möchtest du, dass unser Sohn in eine Welt geboren wird, in der man keine Gesetze hinterfragen darf- und in der man nur gehorcht ohne Verstand?

Josef: Natürlich nicht. Dein Sohn soll aber mit einer Mutter groß werden, die für ihn da ist- und nicht fliehen muss oder wegen Ungehorsam in Gefangenschaft ist.

Maria: So stell ich  meine eigenen Überzeugungen für unseren Sohn zurück.

Josef: Vielleicht liegt es mal an ihm und seiner Generation, etwas an den Verhältnissen zu ändern.

Christian: Wunderbar. Schön gespielt ihr beiden! Genau da liegt der Knackpunkt. Das Dilemma- Verantwortung für sich und die Kinder. Die Diskrepanz zwischen Elternrolle und dem individueller Lebensführung. Mit diesem Krippenspiel werden wir die Zuschauer herausfordern.

Betty: Unglaublich wie du die herausforderst, Chris. Die sind doch eh alle nur da, weil es Tradition ist in die Kirche zu gehen, bevor es die Geschenke gibt.

Markus: Hör auf über die Leute zu urteilen, Betty. Uns ist Weihnachten heilig. Wir gehen jedes Jahr in die Kirche- das könntest du traditionell nennen- aber wir glauben dran, dass sich wirklich durch Weihnachten etwas ändern kann. Das passiert eher im Stillen.

Justin: Bei mir zuhause hat das mit der Stille bald ein Ende. Babygeschrei und stinkende Windeln- frohe Weihnachten allerseits.

Annika: Ach Justin- wenn s dir zu viel wird kannst du ja zu mir kommen.
Betty: uhhhhhhhhhh!
Tim: Betty!
Betty: Last christmas, i gave you my heart… but the very next day u gave it away…
Justin: Dir geb ich gleich was ganz anderes.
Konrad: Die Faust voll in die Fresse! Das will ich sehn.

Christian: Stop! Stop! Stop! Wir spielen hier die friedlichste Geschichte der Welt und ihr haut euch die Köpfe ein. Betty- ich würde sagen, geh mal fünf Minuten vor die Tür. Wenn du glaubst, dass du dich gesammelt hast, kannst du wieder reinkommen. (Betty geht)
Martina: Naja- wenigstens hat sie ne Kippenpause.
Christian: Okay- gehen wir zur nächsten Szene. Kaspar, Melchior, Balthasar.
Markus: Balthasar sitzt gerade draußen auf der Ersatzbank und raucht.
Christian: Mist. Dann singen wir halt erst mal was.
Alle: Ach nö!

Gemeindelied: EG 55, 1+2
Kaspar, Melchior, Balthasar


Melchior: Wir sind die Weisen
Kaspar: Das Morgenland ist unsere Heimat.
Balthasar: Belesen sind wir und kennen die alten Schriften.
Melchior:  Wir geben den Menschen Rat in allen Lebenslagen.
Kaspar: Sie vertrauen uns ihre Sorgen und Nöte an.
Balthasar: Wenn sie nicht mehr weiter wissen, kommen sie zu uns.
Kaspar: Da werden Sie geholfen.
Christian: Bleibt bitte im Text.
(Die Weisen holen jeder ein Fernrohr aus einer Kiste, Kaspar sucht weiter)
Melchior: Jede Nacht betrachten wir den Himmel mit unseren Fernrohren und warten auf ein Zeichen.
Balthasar: In den Schriften heißt es- die Zeit ist nah, dass etwas Großartiges geschieht.
Konrad: Na großartig. Wo ist denn mein Fernrohr.
Christian: ist das nicht in der Kiste?
Konrad: Nein- sonst würd ich nicht fragen.
Christian (rollt ein Blatt Papier zusammen): Nimm jetzt das hier solange. Wer ist denn hier für die Kleinrequisiten zuständig? (zu Martina) Ist das nicht dein Job, Martina?  Du kümmerst dich noch um das dritte Fernrohr, ja?
Martina: Ja, klar. Sorry.
Christian: Weiter!
Melchior schaut durchs Fernrohr
Balthasar: Nichts zu sehen. Ein Nachthimmel wie jede Nacht.
Melchior: Schaut der Orion wie schööööön.
Kaspar: Ja und der Polarstern funkelt hell.
Betty: Und der Mercedesstern erst!
(Alle lachen)
Christian: Reißt euch zusammen.  Melchior ist dran.
Markus: Als Melchior bin ich ganz Ohr. (prust)
Christian: Markus, bitte.
Betty. Kaspar nicht so rum hier!
(lachen)
Kaspar: Was ist das für ein funkelnder Stern. Ein Komet. Schaut .
Balthasar: Wo? (schaut durch)
Melchior: Ja wo? (schaut auch durch)
Kaspar: Na da oben, östlich des Pegasus Sternbildes. Das ist das Zeichen, auf das wir so lange gewartet haben.
Betty: Oh- das ist das Wunder auf das wir gewartet haben. Ist das nicht ein bisschen zu kitschig?
Christian: Alles gut so! Weiter bitte.
Kaspar: Das bedeutet die Ankunft eines großen Königs.
Melchior: Lasst uns hingehen und ihn auf dieser Erde begrüßen.
Balthasar: Eine gute Idee- und wir nehmen ihm Geschenke mit.
Kaspar: Weihrauch
Melchior: Gold
Balthasar: Und Myrrhe

Markus: Oh, Betty- hauch mich bitte nicht so an. Du stinkst voll nach Zigarette.
Konrad: Weihrauch.
Tim: Haha, der Balthasar hat den Weihrauch selbst geraucht.
Annika: Kann man Weihrauch überhaupt rauchen?
Justin: Weihrauch ist doch nur ein Euphemismus für judäisches Gras.
Betty: Das waren doch nur Luckys.
Markus: Das kann ja jeder hinterher behaupten.
Christian: Leute, ich geh gleich heim. So kann ich mit euch echt nicht arbeiten.
Betty: Markus, gleich gibt’s was auf dein Melchi-ohr.
Markus: Drohst du mir etwa, Betty?
Konrad: Verdammt, ich war gerad voll in der Rolle drin. Ihr macht die ganze Szene kaputt.
Martina: Ach komm, Kaspar- geh zum Seppel spielen.
(Krawall, Pfarrer kommt auf die Bühne)
Alle: Hallo Herr Pfarrer.
Pfarrer: Seid ihr schön am Proben?
Christian: Ja, ganz wunderbar. Das wird überhaupt kein Problem. Bis Weihnachten schaffen wir das locker.
Alle nicken.
Betty: Klar, Herr Pfarrer. Machen Sie sich mal keine Sorgen.

Gemeindelied: EG 55, 3

Maria: Josef, ich kann nicht mehr. Das wievielte Wirtshaus ist das jetzt?
Josef: Ich weiß nicht mehr, Maria. Aber wir geben nicht auf.
Maria: Die Straßen sind hier überfüllt- wir werden niemals eine Unterkunft finden.
Josef: Setz dich hier hin, ich probier`s dort noch einmal.
(Klopft)
Wirt 1: Ja, was gibt’s? Oh nein- hier ist alles voll!
Josef: Guter Herr, bitte gewährt uns eine Unterkunft. Meine Frau ist schwanger und wir sind weit gereist.
Wirt 1: So so,  von weit her. Das hättet ihr nicht erwähnen müssen- das sieht man an eurer Kleidung.
Josef: Wir brauchen nur ein Bett. Meine Frau ist im neunten Monat. Wir rechnen jederzeit mit der Niederkunft.
Wirt 1: Und meine Bettlaken blutig machen? Ein Grund mehr euch nicht hier reinzulassen. Bekommt das Balg wo anders. Und ich sagte bereits: Es ist alles voll. Zieht weiter.
Josef: Einen schönen Tag noch.
Maria: Ich gebe die Hoffnung auf, Josef. Unser Kind wird in der Gosse geboren.
Josef: Einen letzten Versuch wagen wir noch.  (klopft)
Wirt 2: Ja? Oh nein… nicht noch mehr Gäste.
Josef: Haben sie noch ein Bett frei in ihrem Haus?
Wirt 2: Nein. Es ist Volkszählung. Wo denken Sie hin?
Josef: Meine Frau erwartet ein Kind. Wir wissen nicht, wo wir diese Nacht bleiben sollen.
Wirt 2: Also bei mir ist wirklich alles voll. Selbst die Wirtsstube ist mit Matratzen ausgelegt.
Josef: Na gut- danke sehr guter Mann.
Wirt 2: Moment- ich kann eure Frau so nicht gehen lassen. Mir fällt gerade ein dass ich noch einen Stall drüben auf dem Feld habe- in dem könnt ihr nächtigen, wenn es euch nicht stört, dass ihr den Stall mit einem Esel und einem Ochsen teilen müsst.
Josef: Hauptsache wir haben ein Dach über dem Kopf.
Wirt 2: Ich geb euch noch ein Licht mit. (tut es)
Josef: Habt Dank, guter Herr, Shalom.
Wirt 2: Shalom.

Christian: Das war die letzte Probe am 24. Dezember morgens im Gemeindehaus.
Justin: Mein Vater packte unsere Kostüme in den Kofferraum unseres Passats.
Annika: Und dann geschah es.
Martina: Ein Anruf brachte unser Krippenspiel durcheinander.
Konrad: Justins Vater erhielt diesen besagten Anruf.
Betty: Von Justins Mutter
Tim: Direkt aus dem Krankenhaus.
Markus: Sie wäre mit dem Taxi bereits ins Krankenhaus gefahren. Die Wehen hätten eingesetzt.
Martina: Justins Geschwisterchen wollte also ausgerechnet am 24. Dezember Geburtstag haben.
Betty: Der Koffer für Justins Mutter für das Krankenhaus war zwar gepackt und stand im Flur neben dem Kostümkoffer.
Annika: Und Justins Vater war nach diesem Anruf einfach so aufgeregt, dass er die Koffer verwechselte…
Justin: und mit dem Auto voller Kostüme ins Krankenhaus fuhr.
Christian: Und wir in der Kirche ohne die Sachen dastanden.

Alle: Ja was machen wir denn jetzt, Chris?

Christian: Das war der blanke Horror. Eine Gruppe Jugendlicher die aufgeregt wie ein Hühnerhaufen in der Kirche umhersprang, keine Kostüme und das Krippenspiel sollte gleich starten. Boh, die Feiertage habe ich mir echt verdient. Naja auf jeden Fall lief das Stück dann etwas anders als geplant. Zu Beginn suchten wir uns ein paar Alternativ-Kostüme aus den Reihen des Publikums.

Martina: Justin, darf ich deine Jeansjacke für unser Krippenspiel benutzen? Das Jesuskind friert sonst. Ich muss es doch in irgendetwas einwickeln.
Justin: Klar! (erhält die Jeansjacke)
Martina: Danke!
Tim: Darf ich ihren Mantel als Hirte haben? Sie wissen doch, die Kostüme sind im Kofferraum von Justins Vater.

Annika: Tim, schau mal, ich hab schon einen Mantel. Der ist von Marlis Fuhrmann. Sie hat gesagt, das macht sie doch gern.

Christian: Unsere Küsterin spendete uns eine Altardecke für Marias Kopftuch, Die Frau des Pfarrers gab uns ihren Schal für die Kopfbedeckung Kaspars. Der Hut vom Bürgermeister wurde zum Hirtenhut und die Abdeckung der Orgeltastatur wurde zum Gürtel für Josef. Jede Rolle erhielt ein improvisiertes Kostüm.
Ich war überrascht wie gut die Aufführung lief.

Gemeindelied: 30, 1-3

Hirte 1: Es ist so kalt heute Nacht.
Hirte 2: Wie gut, dass wir Mäntel anhaben.
Hirte 1: Die Schafe blöken irgendwie gar nicht heute.
Betty: Määäääääh!
Hirte 2: Naja bis auf das eine dort hinten.
Hirte 1: Wir haben eine tolle Arbeit. Immer an der frischen Luft und schau dir diesen Nachthimmel an.
Hirte 2: Solch einen Ausblick hat König Herodes sicher nicht.
Hirte 1: was ist das dort?
Hirte 2: Keine Ahnung. Aber gespenstisch ist das.
Hirte 1: Das sieht aus als öffnet sich der Himmel.
Hirte 2: Ein Lichtstrahl durchtrennt das Firmament wie ein Schwert einen Mantel
Hirte 1: Und eine seltsame Gestalt mit Flügeln schwebt hernieder…

Tshirts mit dem Wort „ENGEL“ anziehen. Alle stehen als Chor da, helles gleisendes Licht.

Engel (chorisch): Fürchtet euch nicht,
denn siehe, ich verkündige euch eine große Freude
die allem Volk widerfahren wird

Denn Euch ist heute der Heiland geboren
welcher ist Christus, der Herr in der Stadt Davids
Und dies habt zum Zeichen…
ihr werdet finden ein Kind in Windeln gewickelt

Betty: In eine Jeansjacke gewickelt

Alle: und in einer Krippe liegen.

(Gemeindelied, EG 48, 1-3)

Hirte 1: Ein Kind- für uns geboren.
Hirte 2: Für alle Welt geboren. Kinder- und Jugenarbeit der Gemeinde?
Hirte 1: Das gibt Hoffnung.
Hirte 2: Das bringt Freude.
Hirte 1: So lasst uns zum Stall gehen, das Kind anbeten.
Hirte 2: Ja- dort hinten- ich kann den Stall schon sehen.

Musik/den Stall sieht man bereits… Maria hält die Jeansjacke wie ein Kind, Josef steht dabei…
Plötzlich Handy-MMS-Geräusch
Justin: Sorry, Leute. Das war mein Handy.
Markus: Hättest du das nicht ausstellen können?
Betty: Ohne Handy kann Justin doch nicht denken.
Christian: Und es lief so gut- bis mal wieder etwas dazwischen kommen muss.
Annika: Justin, von wem ist die SMS?
Justin: Es ist `ne MMS, Annika.
Tim: MMS, SMS, MMS… ist doch egal. Das Krippenspiel wurde gestört.
Konrad: Aber was ist denn jetzt.
Justin: Die ist von meinem Vater.
(Alle umringen Justin.)
Das Foto von einem Baby  kurz nach der Geburt erscheint auf der Leinwand.
Annika: Och süß
Justin: Lieber Justin, um 17.15 Uhr erblickte deine Schwester Christa Marie die Welt. Mama ist auch wohlauf. Es tut mir leid, dass ich aus Versehen den Koffer mit den Kostümen mit ins Krankenhaus genommen habe. Ich hoffe ihr kamt zurecht. Grüße mir alle Schauspieler vom Krippenspiel. Ich schicke euch gleich noch einmal eine MMS. Ihr glaubt nicht, was wir hier im Krankenhaus für einen Spaß mit den Kostümen haben. Papa.

Christian: Na, jetzt weiß es wohl die ganze Gemeinde. Herzlichen Glückwunsch, Justin.
MMS-Geräusch, Foto mit Krankenpflegern, Ärzten, etc.. in den Krippenspielkostümen!
Justin liest MMS: Doktor Krüger meinte, die Schwestern sollten ab sofort immer mit den Engelsflügeln herumlaufen.
kurze Pause, Lichtänderung
Justin: Als ich so beim Krippenspiel dastand, in einer Hand mein Handy mit dem Foto von meiner neugeborenen Schwester und ich sah, wie unsere Maria meine Jeansjacke wie ein Kind in den Armen hielt, wuchs in mir ein freudiges Gefühl. Ich glaube in diesem Moment fing ich an zu begreifen, was Weihnachten für mich bedeuten kann.

Alle stellen sich nochmal zum Bild an der Krippe auf.
Gemeindelied: EG 46

EG 44!

ENDE

© Christoph Goy

Die Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon werden erworben  durch eine Rückmeldung mit Angabe des Spielortes. 
4 Kommentare


Pastor Sebastian Müller
2015-11-03 10:10:39
Aufführung Krippenspiel Heiligabend 2015, ev.-luth. Christuskirche Fürstenberg (Weser)
Melanie Vogt
2016-11-05 20:20:46
Hallo,
Wir würden dieses Jahr gerne ihr Krippenspiel bei uns in der katholischen Kirche "Zur Auferstehung Christi " in Bad friedrichshall aufführen. Evtl. Müssen wir es etwas abändern da wir nur 7 Kinder haben. Wir würden uns freuen wenn wir Ihre Zustimmung für die Aufführung bekämen.
Viele Grüße aus Bad Friedrichshall
Melanie Vogt
Gesa Kiekel
2016-11-17 17:49:14
Hallihallo !
Wir würden gerne euer Stück dieses Jahr Heiligabend in unserem Gottesdienst aufführen und zwar in der Gemeinde Rengershausen/Guntershausen bei Kassel.

Wir sind leider nur zu sechst und werden deswegen wohl etwas umändern müssen, würden uns aber sehr über eure Zustimmung freuen.

Viele Grüße Gesa Kiekel
Tannert
2016-12-19 14:36:00
Hallo, wir würden das Stück gerne Heilig Abend mit neun Jugendlichen in der Kirche in Marihn aufführen?!
 
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