Krippenspiel 2014 - buchen-kirche.eu

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Krippenspiel 2014

Krippenspiel
Josef  - eine Christmette mit Sänger und Sängerinnen

Bei der im Folgenden dargestellten Christmette steht die Figur des Josef im Zentrum. Benötigt für das Spiel wird ein Chor, Maria, Josef und Elisabeth als Solisten. 
Diese sollten entsprechend gekleidet sein und das, was sie singen bzw. was in der paralell laufenden Erzählung gesagt wird dann auch darstellen. 
Das hier dargestellte Konzept kann auch von kleinen ad hoc Chören und evtl. auch mit anderen Liedern umgesetzt werden. 
Lieder und Chorsätze sind auf Nachfrage zu erhalten.  

Orgelvorspiel
Begrüßung
Orgelvorspiel
Ein gesegnetes Weihnachtsfest Ihnen allen, die Sie zu später Stunde gekommen sind. Mit Tönen, Worten und Liedern wollen wir dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes nachdenken.
Weihnachtsgeschichten, das ist die liebevoll verpackte Erzählung davon, wie Gott wirklich wirkt in dieser Welt. Wer das sorgfältig erkundet hat, kann  davon erzählen.Das wollen ich heute abend tun mit Spiel und Gesang.
Mit den Handkerzen, die sie bekommen haben, wollen wir das Licht der Weihnacht gegen Ende der Christmette weitergeben. Sie dürfen sie gerne mit nach Hause nehmen. Mit den Liedblätter können sie zugleich die Sternsänger anfordern zum Segen für ihr Haus.
Nun herbei o ihr Gläubigen
Lied:      Herbei, oh ihr Gläubgen

Matthäus 1, 18 Die Geburt Jesu Christi geschah aber so: Als Maria, seine Mutter, mit Josef verlobt war, fand es sich, ehe er sie heimholte, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.
19 Josef aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht in Schande bringen, gedachte aber, sie heimlich zu verlassen.
20 Als er das noch bedachte, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traum und sprach: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.
21 Und sie wird einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben, denn er wird sein Volk retten von ihren Sünden.
22 Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14):
23 »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
24 Als nun Josef vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich. 25 Und er berührte sie nicht, bis sie einen Sohn gebar; und er gab ihm den Namen Jesus.
2.  1 Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen:2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten.

Liebe Gemeinde, 
"Fürchte dich nicht!" – bei aller Unterschiedlichkeit der Weihnachtsgeschichten von Lukas und Matthäus, das ist ihnen gemeinsam: der Engel sagt. Fürchte dich nicht. Es gibt wohl genug in dieser Welt, was uns das Fürchten lehrt. Die Weihnachtsgeschichte aber vertreibt die Angst. Sie lehrt uns eine große Weite und Gelassenheit, in dem was uns widerfährt.
Sind die Lichter angezündet. Das ist nun heute das erste Lied des Chores. Das ist ein Stück aus dem Osten: der ehemaligen DDR. Der Baum heißt weder Christ- noch Weihnachtsbaum, sondern Lichterbaum und die einzige Begründung, das Lied dennoch hier zu singen hieß: Es ist so schön. Hier kann es jetzt vielleicht daran erinnern, dass die Heiligen drei Könige eben auch Heiden waren, doch ohne sie würde dem Christkind Entscheidendes fehlen.
Chor: Sind die Lichter angezündet

Letztes Jahr hatten wir hier aus der Not geboren noch eine alleinerziehende Maria, aber in diesem Jahr haben wir keine Mühe gescheut, um einen Josef für die Maria zu finden. Es war allerdings nicht ganz leicht. Was ist da nur mit den Männern los? Für die Jungfrau Maria im Krippenspiel, da findet sich eigentlich immer eine.
Maria – das ist die Traumrolle, aber der Josef. Beim Krippenspiel des Kindergartens fand sich partout keiner. Alles Reden half nichts. Dafür hatten wir jede Menge Engel. Denen haben wir dann in der Not den Auftrag erteilt, einen Josef auszuwählen.  Vor einer Horde Engel hat er dann kapituliert und die Rolle übernommen. Für unser Krippenspiel heute Nachmittag war es ähnlich. Hirten und Soldaten kriegen wir immer – aber einen Josef. Früher mussten die Pfarrerskinder da ran, weil sonst keiner wollte. Der letzte den wir gefunden haben, nachdem die Pfarrerskinder zu alt waren, das war vor drei Jahren, der hat dann die Rolle gleich dreimal gespielt – jedes Jahr mit einer anderen Jungfrau Maria. Aber jetzt war er auch zu alt.
Die Josefsrolle - in einem Bericht darüber ging es um Männer, die ihre Liebste beim Einkaufen begleiten und dann stundenlang vor einer Umkleidekabine oder einer Parfümerie warten, bis das passende Teil gefunden ist. Andere sprechen abschätzig von einer „Josefs-Ehe“: Gemeint ist eine Ehe, die nicht vollzogen wird. Sei es aus religiösen Gründen, sei es, weil der Mann zu alt oder zu schwach dazu ist.
Maria und die verwandten Namensformen Marie oder Mia, das ist regelmäßig der beliebteste Mädchenvorname in Deutschland Josef dagegen gerade mal auf Platz 111 und auch das nur weil der Name in paar oberbayrischen Dörfern noch recht beliebt ist. In der Kunst da sieht er ganz er ganz schön alt aus – der Mann der Weihnachtsgeschichte und manche halten den Josef gar für den Weihnachtsmann. Doch das ist nicht gerade schmeichelhaft. Wenn deine Partnerin zu dir sagt: „Du Weihnachtsmann“ dann ist das in der Regel kein Kompliment. 
Im Matthäusevangelium dagegen spielt er noch die Hauptrolle. Es beginnt mit seinem Stammbaum. Der Engel erscheint nur dem Josef, und das gleich dreimal. Er ist es, der das Kindlein mit seiner Mutter nimmt, und mit ihnen nach Ägypten flüchtet um es vor den Terrortrupps des Herodes zu retten. Ja bei Matthäus da dreht sich die Geschichte noch um Josef aus dem königlichen Geschlecht und Maria wird nur nebenbei erwähnt.
Weil das für heute Abend auch Predigttext ist: Höchste Zeit also mal für eine Rehabilitation des Joseph. Nicht nur in der Weihnachtsgeschichte, auch im ganz realen Leben. Ein selbstbewusster Josef, das macht es dann auch für Sie meine Damen etwas leichter den Mann fürs Leben zu finden: den der Verantwortung übernimmt für eine Familie. Doch vielleicht haben sie ihn ja auch schon gefunden. 
Hier sehen wir jedenfalls jetzt Maria und Josef als Liebespaar und sie singen uns ein Lob der Liebe.
Lied: Maria und Josef: Die Liebe ist freundlich

Josef, so erzählt es die Bibel war ein richtig anständiger Kerl. „Als Maria mit dem Josef verlobt war, fand es sich ehe er sie heiratete, dass sie schwanger war von dem Heiligen Geist.“  Und der Heilige Geist, der Geist der Liebe kommt ziemlich unorthodox. Nach dem Moralkodex der damaligen Zeit hätte sie mit dem, was da die Liebe angerichtet hatte ihre Ehre verloren. Als ihm seine Verlobte von ihrer Schwangerschaft berichtet, nimmt Josef zunächst an, sie sei fremdgegangen. Josef wird „gerecht“ genannt. Er befolgt das Gesetz des Mose. Da bleiben ihm eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Er könnte Maria anzeigen und als vermeintliche Ehebrecherin vor Gericht stellen. Das Urteil dafür steht im fünften Buch Mose: Die Frau soll gesteinigt werden. Die andere Möglichkeit wäre, ihr einen Scheidebrief auszustellen und sie zu entlassen. Dann wäre sie lebenslang geächtet, sie hätte ihre Ehre verloren. Josef will keins von beiden. Er liebt sie noch immer. Was soll er tun? Der Liebe folgen, oder den Moralgesetzen? Er braucht erstmal Abstand, Distanz um alles zu bedenken: Er verlässt Maria. Maria geht weit weg von ihm. Trennung. Der Weg durch einen Dornwald hindurch. Da ist soviel was gegen diese Liebe spricht, soviel was gegen dieses Kind spricht. Bei Vater und Mutter finden sie keine Hilfe. Vielleicht hilft ihr Elisabeth, die doch schon so lange auf ein Kind wartet. Maria geht einen dornigen Weg ins Gebirge und auch Josef spürt, wie dornig das Leben ist. Er träumt davon, wie sich die Dornen in Rosen verwandeln. Er arbeitet noch in Nazareth, aber seine Gedanken sind woanders. 
Solistin: Maria durch ein Dornwald ging

2.  1 Als Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem
Den Frieden suchen sie. Licht- und Aufklärung sind ihr Anliegen. Dass Menschen und Völker sich die Hände reichen. Aber wo beginnt eigentlich eine Friedensgeschichte, wo wird es hell in der Welt.
2 Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. So fragen sie.
Sie suchen den Weltfrieden bei den Mächtigen, reden mit Politiker, sprechen mit den Religionsgelehrten, und die sind wie Wegweiser. Sie weisen den Weg, aber sie gehen ihn nicht.
Die Weisen aus dem Morgenland entdecken ihren Stern wieder. Es können auch mehr als drei gewesen sein. Matthäus nennt keine Zahl. Sie suchen den König der Könige. Frieden wollen sie in die Welt tragen. Sie haben eine Vision und der folgen sie. Als Heidnisch durch und durch zeichnet sie Matthäus. Sie stehen für die Völker der Welt.
Trage Frieden in die Welt, ja das ist ihr Gesang. Die Weisen machen sich auf den Weg.
Chor/die Weisen: Trage Frieden in die Welt

Drei  Monate Trennung. Drei Monate kann sie bei Elisabeth bleiben. Und es bleibt die Sehnsucht aufeinander. Immer wieder geht Josef die Geschichte durch, bewegt das alles in seinem Herzen, was da geschehen ist.
Die Vernunft sagt: Es ist aussichtslos für einen ehrbaren Bauhandwerker. Die Liebe sagt: Josef, du Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, deine Frau, zu dir zu nehmen; denn was sie empfangen hat, das ist von dem Heiligen Geist.
Und weil der Josef fromm ist und religiös fügt sie auch noch ein paar Bibelsprüche an. 22 Das ist alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14):
23 »Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben«, das heißt übersetzt: Gott mit uns.
Der Traum lässt ihn nicht los, so wenig wie der Stern die Weisen. Er muss sich auf die Suche machen nach Maria und dem Kind. Diese Liebesgeschichte braucht ein gutes Ende. Aber auch Maria bei Elisabeth fragt sich; wird er mich annehmen? Elisabeth tröstet sie: Das Kind wird geboren werden und ihr werdet Hochzeit feiern, vielleicht in Bethlehem, vielleicht auch irgendwo als Asylanten im fernen Ägypten. Ich weiß nicht, ob ich da sein werde. Aber ich singe für Dich und für alle Liebenden, die jetzt hier sind oder irgendwo in der weiten Welt, ich singe für sie schon mein schönstes Hochzeitslied. Ich bin sicher, irgendwo in der Ferne hört es auch dein Josef.
Gottes Geist wird euch zueinander führen. Noch in diesen Tagen himmlischer Liebe wirst du ihn treffen, mit einer Rose in der Hand, und er wird Dich fragen: Willst du meine Frau werden.
Solistin/Elisabeth: The rose – die Rose

Den Rest der Geschichte kennt ihr: Maria und Josef in Bethlehem, das Kind wird geboren und in eine Krippe gelegt. Engel kommen vom Himmel, erzählen es den Hirten im jüdischen Bergland, die finden das Kind und werden hocherfreut.
Die Weisen aus dem Morgenland treffen ein und schenken als Zeichen des Friedens Gold, Weihrauch und Myrrhe. Dann finden sich im Laufe der Geschichte, noch alle möglichen Gestalten an der Krippe ein. Oder vielleicht auch nur im Traum des Josef, da stehen Ochse und Esel im Stall. Aus dem Norden kommt der Weihnachtsmann auf seinem Rentierschlitten. Er bringt noch so ein altgermanisches Baumheiligtum mit, das mit Lichtern ausgeschmückt wird und kurzerhand zum Christbaum erklärt wird. Süße Glocken klingen. Es kommen im Laufe der Zeit immer mehr Menschen, Engeln und anderen phantastische Gestalten dazu. Vielleicht murmelt irgendwo noch ein alter Hirte, dass dieses alles nicht mehr das richtige Weihnachten sei, aber als das Kind ihn so freundlich anlächelt, da wird er auch ganz gnädig und swingt sogar ein  bisschen mit, bei der großen Freude, die jetzt allem Volk widerfährt. Gemeinsam rocken sie unterm Christbaum und um das Kind herum, und dürfen selbst noch einmal wie Kinder sein und mit Menschen und mit Engelszungen singen.
Chor: Rocking around the christmas tree. 

Die Rechte zur Aufführung des Stückes oder Verwendung von Teilen davon werden erworben  durch eine Rückmeldung mit Angabe des Spielortes und Zeit der Aufführung.



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