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Ein Tag voller Theater

 

Am Pfingstsonntag, dem 24. Mai lud das „junge Theater Buchen“ zum Sommertheatertag rund um das Gemeindehaus in Wachenbuchen ein. Inzwischen hat sich dieses Event fest in der Gemeinde Buchen etabliert und so kam auch in diesem Jahr wieder ein gemischtes Publikum um dem Spektakel beizuwohnen. Und zu sehen gab es in der Tat einiges. Der Tag begann schwungvoll mit der Aufführung von „Peter Pan“, die vor allem an das junge Publikum gerichtet war, aber auch ältere Theaterinteressierte ins Haus brachte. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, handelte es sich doch auch bei den Darstellern um eine Zusammensetzung aus vielen Altersklassen, die gemeinsam mit dem Publikum in einen unterhaltsamen Tag starteten.

Nach dem Stück lud der Hof des Gemeindehauses zum verweilen und Beisammensein ein. Für das leibliche Wohl war dabei selbstverständlich gesorgt. Es gab Gegrilltes und Salate aller Art sowie ein reichhaltiges Kuchenbuffet. Organisiert wurde das alles von Catrin Walker und Katharina Russ zusammen mit ihren engagierten Helfern, die für den reibungslosen Ablauf jenseits der Bühne sorgten.

Als ein Sommerfest hat der Theatertag den Anspruch den Gästen mehr als nur Theater zu bieten. Vielmehr soll ein bunter Tag miteinander verbracht werden. Dazu gehörte auch die musikalische Unterhaltung in den Pausen zwischen den Aufführungen. Den Auftakt hierzu übernahm ein Gastmusiker aus Potsdam, den der Veranstalter Christoph Goy dazu gewinnen konnte, ein paar seiner Stücke zum Besten zu geben. Außerdem wurde betreutes Basteln für die Kinder angeboten.

Während sich die Gäste stärkten und unterhielten wurde die Bühne hergerichtet für die jüngste Gruppe des Tages. Die „Theaterkids“ präsentierten ihr Stück „Die Hüter des Lichts“ zum letzten Mal in Wachenbuchen. Dabei ging es um die Fragen woran wir glauben und was für uns die schönen Dinge sind, die uns begleiten und uns inspirieren. Gespannt verfolgte das Publikum die Geschichte der „Hüter des Lichts“ und fand vielleicht Anregungen wie man diese Fragen beantworten könnte.

Im Anschluss an die Aufführung der Theaterkids wurden die Gäste draußen wieder bestens musikalisch unterhalten. Peter Lenz und David Lamm sangen und spielten auf ihren Keyboards bekannte Songs aber auch eigene Kreationen. Den Zuhörern dürften vor allem die humorvollen Adaptionen von Songklassikern mit neu gedichteten Texten im Kopf geblieben sein.

Ganz besonders glücklich konnte die Gemeinde über den Besuch des „Theaterclub Elmar“ aus Offenbach sein. Die Jugendtheatergruppe hatte sich auf den Weg nach Wachenbuchen gemacht um ihr Stück „TV Luther“ zu präsentieren. Wer war Luther und was trieb ihn an? Welche Stationen musste er auf seinem Weg zurücklegen und was erlebte er dabei? In einer Collage von unterhaltsamen Szenen wurde die Geschichte des großen Reformators erzählt. Dabei wurden immer wieder Teile der Geschichte in einer Art Fernsehshow verpackt und in unsere heutige Zeit übertragen. Einmal mehr wurde deutlich, dass Luthers Wellen auch heute noch schlagen und seine Thesen nicht an Aktualität verloren haben.

Als letzter musikalischer Beitrag des Tages war wieder David Lamm zu hören, dieses Mal allerdings in Begleitung von Philipp Zinndorf und auf der Gitarre. Die beiden Musiker brillierten mit einem Sortiment aus fast ausschließlich selbst komponierten Songs.

Schließlich neigte sich der Tag seinem großen Finale entgegen. Das zusammengesetzte Stück „Hohe See/ Weites Meer“ feierte seine Premiere im gut besuchten Haus. Dabei handelt es sich um zwei Stücke, die zwar inhaltlich verschieden sind, thematisch aber doch in einigen Punkten zusammenhängen. „Hohe See“ wirft den Zuschauer in eine skurile Situation. Drei Charaktere befinden sich gemeinsam auf dem Meer hilflos dahintreibend. Ohne Lebensmittel und Hoffnung beschließen sie einen von sich zu verspeisen, damit die restlichen überleben können. Fesselnd werden anhand dieses Szenarios Fragen darüber aufgeworfen wie wir Gerechtigkeit und Moral begründen und wie wir Verantwortung übernehmen oder versuchen sie von uns zu weisen. Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit „Weites Meer“. Zu sehen war eine Familie deren Oberfläche nach außen so glänzend wirkt und in der alles in Ordnung erscheint, doch der Schein trügt. Auf einmal haut die Tochter ab, hält es nicht mehr zu Hause aus und will einfach weg, wohin weiß sie nicht, Hauptsache weg von zu Hause. Das Familiendrama weitet sich aus und der Zuschauer erkennt, wie vermeidbar doch alles wäre, würden die Beteiligten einander besser zuhören und keine Angst vor der Nähe haben.

Mit der letzten Aufführung war dem wunderbaren Tag schließlich auch ein angemessenes Ende gegeben. Die Organisatoren und ihre Helfer können stolz sein auf ihren Sommertheatertag, der so viele Leute anzog und zusammen brachte und die Gemeinde Buchen kann froh sein über so viel Engagement und sich auf das nächste Jahr freuen, denn eines steht fest: Der Sommertheatertag wird wieder stattfinden.

 

Justin Reuling, den 28. Mai 2015

 
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